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Rentiere – Was hat es damit auf sich?

Gast beim Rentier

Die Natur ist nicht grenzenlos, aber wir befinden uns auf Weideland für viele Tiere und im Lebensraum der Rentierzüchter der Samen. Die Gemeinde Arvidsjaur liegt im Waldgebiet der Samen, wo sie ihren Geschäften nachgehen und Rentiere weiden und leben.


Die Rentierzucht ist eng mit der samischen Kultur verbunden und blickt auf eine lange Tradition zurück. Über Jahrtausende entwickelte sie sich von der Jagd auf Wildrentiere zur heutigen Rentierhaltung. Bis heute bestimmt die Natur den Rhythmus der Rentierzucht, da die Tiere das ganze Jahr über auf natürlichen Weiden grasen. Diese freie Weide ist eine Grundvoraussetzung für eine ökologisch nachhaltige Rentierzucht mit langfristig gesunden Tieren. Der Rentierzüchter muss die Rentiere und die Natur berücksichtigen, nicht umgekehrt. Seine Aufgabe ist es, die Rentiere zu schützen und ihnen gute Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Die Rentierzucht reagiert empfindlich auf Störungen durch andere Landnutzer und Raubtiere. Im Frühjahr, im Mai, wenn die Hirschkühe kalben, ist es besonders wichtig, die Rentiere ungestört zu lassen. Auch zu anderen Jahreszeiten, beispielsweise während der Wanderungen, sind Rentiere besonders störungsempfindlich. Sie sind scheue Tiere, die leicht zu erschrecken sind. In engen Passagen, wie etwa über Straßen, kann eine Störung dazu führen, dass sich eine ganze Herde zerstreut, was für die Rentierzüchter zusätzlichen Aufwand bedeutet.

Gesunder Menschenverstand

  • Wenn Sie mit Ihrem Hund in der Natur unterwegs sind, führen Sie ihn bitte an der Leine!

  • Wird ein Hund in einem Gebiet, in dem die Rentierhaltung erlaubt ist, beim Jagen oder Belästigen von Rentieren erwischt, kann er vom Besitzer oder Betreuer der Rentiere getötet werden.

  • Gehen Sie niemals direkt auf grasende Rentiere zu – gehen Sie um sie herum oder setzen Sie sich hin und beobachten Sie sie aus der Ferne.

  • Wenn Sie einem Rentier in die Augen sehen können, sind Sie zu nah! Sie können mit einer Geldstrafe belegt werden.

  • Sollten Sie sich versehentlich inmitten einer Rentierherde befinden, bleiben Sie an Ort und Stelle.

  • Wenn Sie beim Autofahren Rentieren auf der Straße begegnen, fahren Sie langsam vorbei oder halten Sie an, bis die Rentiere weitergezogen sind. Rentiere können leicht erschrecken und in die entgegengesetzte Richtung laufen – gehen Sie also nicht davon aus, dass Sie schnell an einem Rentier vorbeifahren können, das scheinbar stillsteht oder in diesem Moment in die entgegengesetzte Richtung läuft.

 

Sie können mit einer Geldstrafe belegt werden, wenn Sie:

  • Rentiere in einem Gebiet, in dem die Rentierhaltung erlaubt ist, vorsätzlich oder fahrlässig erschrecken oder anderweitig belästigen;

  • Rentiere vorsätzlich, fahrlässig oder ohne Genehmigung aus einem Gebiet, in dem die Rentierhaltung erlaubt ist, vertreiben oder sie am Grasen in einem solchen Gebiet hindern.

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